Nutzung der Non-visible-Data (NVD) Technologie im vernetzten Fahrzeug

Die Vernetzung im ConnectedCar Umfeld bedeutet den Wandel von geschlossen zu offenen Systemen, d.h. unterschiedlichste Daten werden zwischen diversen Systemen ausgetauscht. Neue Mobility-Konzepte mit wechselnden Fahrern und wechselnden Fahrzeugen machen es notwendig, dass die relevanten Daten mit dem Fahrer „mitwandern“. Neben den technischen, gilt es auch die sicherheitsrelevanten und rechtlichen Herausforderungen insbesondere bei sensiblen Daten zu meistern.

Als Lösung dieser Herausforderungen bieten wir mit Non-visible-Data (NVD) ein völlig neues Verfahren an, mit dem nicht nur eine hochsichere Speicherung und Austausch von Daten ohne aufwendige Infrastrukturen möglich ist, sondern das durch die integrierte Datenanonymisierung auch die rechtlichen Anforderungen zum Schutz der Daten vor Dritten abdeckt.

  • Privacy by Design“ durch Realtime Data Protection

„Privacy by Design“ ist eine elementare Datenschutz-Forderung sowohl des Gesetzgebers wie auch des VDA. SECLOUS Realtime Data Protection erfüllt diese Forderung, denn durch unsere patentierte Technologie schützen sich Daten autonom(Fragmentierung, Verfremdung und Verschlüsselung, basierend auf Merkmalen der Ursprungsdaten). Statt der eigentlichen Daten werden nur in Echtzeit generierte Non-visible-Data (NVD) abgelegt (hochsichere Binärdaten ohne jegliche durch dritte auswertbare Information), und sind damit durchgängig über den Lebenszyklus der Daten geschützt.

  • Daten-Transparenz und Selbstbestimmung für den Fahrer durch gezielte Daten-Freigabe

Transparenz ist elementar für die Sicherheitsakzeptanz verteilter Systeme. Für die abgesicherten Daten (NVD) können Nutzungsszenarien flexibel definiert werden, z.B. vordefinierte Freigaben für bestimmte Datendienste (z.B. Wartung; nur Zugriff für die Werkstatt), oder für Notfallsituationen (Polizei, Feuerwehr, Notärzte; automatischer Zugriff auf Unfall- & Patientendaten).

Andere Bereiche werden durch NVD im Fahrzeug abgesichert (z.B. private Kontaktdaten, Navigations-Historie etc.) und müssen explizit vom Fahrer freigegeben werden, damit sie durch Dritte lesbar/nutzbar werden, etwa zur Nutzung von Lokationsdiensten (z.B. Hotelbuchung).

  • Optimierte Performance

Der Schutz der Daten durch NVD beeinflusst weder die Funktionalität, noch hat er negativen Einfluss auf die Performance. Durch den Verzicht auf asymmetrische Schlüsselverfahren und den Einsatz hocheffizienter Algorithmen bietet NVD minimale Latenzzeiten und macht damit hochsichere Datenverarbeitung und Übertragung im Onlinebetrieb möglich, auch in Hochgeschwindigkeitsnetzen (wie z.B. 5G).

  • Einfache Nutzung mit minimierten Benutzereingaben

Nutzung von Fahrzeugspezifischen Information, des Fahrzeugschlüssels und optional zusätzliche Nutzereingaben zur Schlüsselgenerierung zum Zugriff auf die geschützten Daten im Fahrzeug. Einfache Möglichkeit der Vorbereitung von Daten bereits vor Fahrtantritt, z.B. Verwaltung von Nutzungsprofilen bequem vom heimischen PC oder Mobile Device.

  • Vorbereiteter Datenaustausch beim Unfall – eCall „2.0“

Als Erweiterung des eCall Ansatzes können selbst hochsensible Patientendaten des Fahrers im Falle eines Unfalls automatisiert für den behandelnden Arzt freigegeben werden (ein vorab erstelltes und durch NVD geschütztes Datenpaket mit den relevanten Patienten- und Emergency-Informationen). Da NVD anonymisiert ist, können Patientendaten auch außerhalb von Landesgrenzen übertragen und freigegeben werden, ohne das BDSG zu verletzen.

  • Gesteuerter Austausch sensibler Nutzungsinformationen

Gesammelte Informationen zum Fahrverhalten und Nutzung werden kontrolliert & explizit vom Fahrzeughalter freigegeben, um z.B. Rabatte bei der KFZ-Versicherung zu erhalten. Ebenso können z.B. Navigationsdaten genau für einen ausgewählten Anbieter freigegeben werden, um z.B. Zugriff auf Zusatzdienste zu ermöglichen.

  • CarSharing – und die Daten wandern mit

Insbesondere beim CarSharing ist der Datenschutz wichtig, da zum einem alle notwendigen Daten zur Verfügung stehen sollten, allerdings beim Fahrerwechsel keine Daten(-spuren) hinterlassen werden dürfen. Durch NVD sind die jeweiligen Daten sowohl im Fahrzeug geschützt und können flexibel nachgeladen werden (von der Chipkarte, dem Smartphone oder direkt Online). Beim Fahrerwechsel sind alle Daten des Vorgängers nicht mehr sichtbar. Damit können selbst sensible Daten mit dem Fahrer „mitwandern“, sei es z.B. für eCall „2.0“, Kontaktdaten für Navigation oder Kommunikation, oder Nutzungsinformationen für Zusatzdienste.